Generationen X, Y, Z auf dem Arbeitsmarkt

Wie wollen wir leben? Wie wollen wir arbeiten? Welche Rolle spielen etwa Selbstverwirklichung oder Anerkennung im Job? Welchen Stellenwert messen wir heute unserer Arbeit bei? Danach befragt, werden die 55-Jährigen anders antworten als die 35- oder die 18-Jährigen. Sie gehören unterschiedlichen Generationen an – nämlich den sogenannten Generationen X, Y und Z.


Von denselben gesellschaftlichen Entwicklungen geprägt, haben Menschen, die im gleichen Zeitraum geboren wurden, ähnliche Eigenschaften und Wertvorstellungen. Es sind Tendenzen, die Generationen einen – das Wissen darüber ist von unschätzbarem Wert. Ganze Wirtschaftszweige richten sich und ihr Marketing darauf aus. Und auch für den Arbeitsmarkt ist es von immenser Bedeutung. Unternehmen müssen wissen, welche Erwartungen Bewerberinnen und Bewerber der einzelnen Generationen an sie haben, welchen Stellenwert Beruf und Karriere einnehmen.

Werte im Job

Diese Werte sind den Generationen X, Y und Z im Beruf wichtig.

Fazit: Der Wunsch nach Zufriedenheit im Job eint die drei jüngsten berufstätigen Generationen. Zufriedenheit hat für alle den höchsten Stellenwert. Sicherheit spielt umso mehr eine Rolle, je älter Bewerberinnen und Bewerber werden. Selbstverwirklichung gewinnt vor allem bei den Jüngeren an Bedeutung.*

Definition und Merkmale von Generation XYZ

Generation X – Work-Life-Balance

Die Generation X – auch Generation Golf genannt – umfasst die Jahrgänge zwischen 1965 und 1979. Kinder dieser Zeit wurden vor allem durch die Wirtschaftskrise geprägt. Der Wettbewerbsdruck verschärfte sich, die Zahl der Arbeitslosen stieg, Niedriglohnjobs wurden eingeführt. Die Grundstimmung wird als eher pessimistisch und ambivalent beschrieben. Der Wunsch nach Sicherheit ist groß.
Anders als bei den Babyboomern zuvor spielt die Arbeit für die Generation X nicht mehr die dominierende Rolle. Erste Arbeitsmodelle entstanden, die eine Work-Life-Balance zugrunde legten. Die Generation X bringt fundiertes berufliches Know-how mit, ihr gehören C-Level-Fachkräfte an.

Generation Y – die Millennials

Die Generation Y, geboren zwischen 1980 und 1993, wird auch Gen Y oder Millennials genannt. Sie wird vor allem vom Internetboom und der Globalisierung beeinflusst. Prägend ist vor allem der Umgang mit digitalen Medien: Dabei nutzen die Millennials Internet und Smartphone nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch für ihre Arbeit. Privates und Berufliches werden nicht mehr strikt getrennt. Millennials regeln private Angelegenheiten häufig und gern während der Arbeitszeit – nehmen Arbeit aber auch bereitwillig mit nach Hause.
Die Generation Y stellt junge Fach- und Führungskräfte, das Bildungsniveau ist im Durchschnitt hoch. Mehr als ihre Vorgängergeneration legen die Millennials Wert auf Selbstverwirklichung und Anerkennung im Job.

Generation Z – die Digital Natives

Wer zwischen 1994 und 2010 geboren wurde, zählt zur Generation Z – auch Generation Youtube genannt. Die Jugendlichen, die derzeit neu auf den Arbeitsmarkt kommen, sind mit Youtube, Snapchat und Instagram aufgewachsen und haben die Digitalisierung in alle Lebensbereiche integriert. Die Grenze zwischen realer und virtueller Welt weicht immer mehr auf. Schnelllebigkeit und eine enorme Informationsflut prägen die Digital Natives. Die jungen Erwachsenen dieser Zeit sind weniger optimistisch und mehr als zuvor bereit, für ihre Ziele einzustehen. Selbstverwirklichung im Job finden sie wichtiger als ihre Vorgänger.
Die Fachkräfte von morgen befinden sich zum Teil noch in der Ausbildung. Der Arbeitsmarkt muss sich aber schon jetzt auf deren neue Anforderungen und Wünsche einstellen.

Alternative Arbeitsmodelle sind gefragt

Für die jüngste Generation auf dem Arbeitsmarkt spielt persönliche Verwirklichung die wichtigste Rolle – erst dann folgt die Arbeit. Eine Führungsposition steht bei den künftigen Nachwuchskräften oft nicht ganz oben auf der Wunschliste. Nicht das Gehalt und der Status sind für die Jungen wichtig, sondern Spaß am Job mit einem guten Arbeitsklima. Diesen Ansatz greifen Firmen beim Recrutainment auf. So werden Bewerberinnen und Bewerber im Vorfeld nach Interessen, Fähigkeiten und oft auch nach Visionen und ihrer Loyalität befragt.
Um besonders die Generationen Y und Z erfolgreich ansprechen zu können, gehen viele Personalabteilungen neue Wege: Das Spektrum reicht von der Bewerbung via Whatsapp über Influencer-Marketing, digitale Events an Schulen bis zu Kampagnen über Snapchat.

Gezieltes Employer Branding

Beim Employer Branding müssen Unternehmen mehr denn je überzeugen. Profis raten, Themen aufzugreifen, die die entsprechende Zielgruppe umtreiben – bei der Generation Z etwa das Thema Nachhaltigkeit. So zählt für die Digital Natives bei ihrer Suche nach potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern auch, ob das Unternehmen soziale und ökologische Verantwortung übernimmt.

Gesundheit als Topthema beim Employer Branding

Das Thema Gesundheit gewinnt in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine betriebliche Gesundheitsförderung anbieten, können punkten. Das belegt unter anderem die Studie „Recruiting Trends 2020“ des Centre of Human Resources Information Systems der Uni Bamberg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Beim Thema Attraktivität eines Unternehmens halten 64,8 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber das Angebot der betrieblichen Gesundheitsförderung für mitentscheidend – die Mehrheit der Firmen wirbt inzwischen mit dieser Maßnahme.

Mehr Chancen durch Mobile Recruiting

Nahezu jeder und jede besitzt heute ein Smartphone oder ein Tablet. Vor allem die jüngste Generation auf dem Arbeitsmarkt ist technikaffin und mobil vernetzt. Via Apps, mobile Karriereportale und Websites erreichen Firmen schnell potenzielles Personal – und das weltweit. 83,9 Prozent der Top-1000-Unternehmen nutzen das sogenannte Mobile Recruiting, um sich Menschen auf Jobsuche zu präsentieren.
Grundsätzlich gilt: Firmen müssen sichtbar sein, wo sich potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegen. Die Social Media spielen zunehmend eine Rolle.
Die unterschiedlichen Kanäle bieten Unternehmen nahezu alle Möglichkeiten, mit den Generationen Y und Z in Kontakt zu treten: mit Fotos, Storys, IGTV sowie Reels. Etwa jedes zehnte Unternehmen plant außerdem, sein Employer Branding durch Influencerinnen und Influencer zu stärken, 7,7 Prozent nutzen den Einfluss der Social-Media-Akteurinnen und -akteure bereits.
Die Herausforderung an die Teams hinter den Recruiting-Strategien: nicht langweilen – kreativ sein, überraschen, begeistern und überzeugen.

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